Ich möchte ein kurzes Zwischenupdate nach erfolgtem Probepacken mitteilen. Naja... beim normalen Gepäck mache ich mir keine Gedanken. Für 10 Tage Islandaufenthalt benötige ich keine 14 Hosen oder elf Paar Schuhe. Daher beschränkte sich mein Probepacken auch lediglich auf das Handgepäck, also die Kameraausrüstung. Die Kofferwaage zeigte beim ersten Versuch noch 11,4 Kilogramm, beim Optimieren und Verlagern ins aufgegebene Gepäck sind es noch 10,4 Kilogramm. Mal sehen, ob es da irgendwelche Probleme gibt bei den zugelassenen 10,0 Kilogramm der Iceland Air. Ich habe mal vorsorglich eine Anfrage geschickt. Die Antwort allerdings steht noch aus :)

Nachtrag: soeben kam die Antwort von Iceland Air. Respekt für die doch sehr schnelle Bearbeitung von nicht einmal zwei Stunden. Also... im Grunde habe ich so eine Stellungnahme aber erwartet. Sinngemäß heißt es, dass das Handgepäckstück nicht mehr als 10 Kilogramm wiegen darf. Aber da es sich um eine Fotoausrüstung handelt, sollte diese doch "in einem Stück" und nicht im aufgegebenen Gepäck transportiert werden. Ich deute das vorsichtig mal als versteckte Zusage getreu dem Motto "es wird schon keiner wiegen". Und schließlich nehme ich ja keine Osmiumplatten mit ;)

Ach ja... laut Iceland Air müssen die Akkus (für den Copter) im Handgepäck so transportiert werden, dass "die Polen keinen Kontakt machen können". Ich weiß, was gemeint ist. Alles klar! Vielen Dank für die Bearbeitung, Fred! Schönen Feierabend dir!

islandcollageBald ist es wieder so weit... ich werde einen Vortrag halten bei der Astronomischen Vereinigung Weikersheim e. V. Diesem Verein gehöre ich schon seit dem Jahre 1997 an. Jedes Jahr halte ich dort einen Vortrag im Rahmen der monatlichen Vereinsversammlungen. Am Freitag, 17. März 2017 wird es sich um Island und die Reise ins Reich der Polarlichter drehen. Wie bereits in meinem Island-2017-Reiseblog angekündigt, werde ich nur wenige Tage zuvor aus Island zurückgekehrt sein und hoffentlich einiges an Bildmaterial, was hier noch nicht zu sehen ist, mit im Vortrag vorstellen können.

Ihr seid herzlich dazu eingeladen, den kostenlosen Vortrag mit anzusehen. Der Vortrag beginnt am Freitag, 17. März 2017 um 20:00 Uhr und findet im Vereinsheim der Astronomischen Vereinigung Weikersheim e. V. statt. Dieses befindet sich in der Schulstraße 11 in 97990 Weikersheim. Klicke hier für eine Wegbeschreibung.

Die Reise beginnt in der Hauptstadt Reykjavík. Von dort aus geht es die Ringstraße entlang in Richtung Südisland über Selfoss, Vík y Myrdal bis ans Vestrahorn bei Höfn. Der Weg zurück erfolgt über Umwege und Abstecher ins Landesinnere zu zahlreichen Wasserfällen und auch Geysiren. Auch ein Besuch der Snæffelsnes-Halbinsel ist mit dabei. So besuchte ich auch den am häufigsten fotografierten Berg in Island, den Kirkjufell mit seinen fotogenen Wasserfällen. "Gullfoss", "Seljalandsfoss", "Skógafoss", "Kirkjubæjarklaustur", "Þingvellir" oder "Séltun". Besuchen Sie den Vortrag und lassen diesen unaussprechlichen Örtlichkeiten Bilder geben. Ich würde mich sehr freuen.

Passierschein A 38 oder wie ich den Antrag zum Fliegen stellte
So... in der vergangenen Woche war ich islandtechnisch nicht ganz untätig. Ich möchte ja gerne meinen Quadrocopter mit auf die Insel nehmen, um dort auch schöne Aufnahmen aus der Luft zu generieren. Bei uns in Deutschland ist das ja ziemlich streng reglementiert. Auf Island gibt es zwar keine allgemeingültigen Regelungen, aber bis diese kommen, ist es nur noch eine Frage der Zeit. Aber schon jetzt besteht ein grundsätzliches Drohnenflugverbot in den Nationalparks Islands. Und da sich nun mal zahlreiche der schönsten Sehenswürdigkeiten in Nationalparks befinden, bemühte ich mich um eine Genehmigung.

Die isländische Sprache ist ja durchaus eine bemerkenswerte Sprache. Das Alphabet umfasst 32 Buchstaben, unsere vertrauten Buchstaben C, W, Q und Z exisiteren dort nicht, dafür gibt es zehn uns erst einmal unbekannte Zeichen oder Buchstaben. Ich habe vor einigen Jahren zwar mal Schwedisch gelernt, aber auch von dort kenne ich derartige Zeichen wie Þ, Ð oder Ý nicht. Zum Glück wird jede isländische Webseite auch auf englisch angeboten und auch beinahe jede/r Isländer/in ist der englischen Sprache mächtig. So habe ich mir das Antragsformular heruntergeladen, um im Vatnajökull Nationalpark mit der Drohne fliegen zu können. Da ich aber als gewissenhafter Angestellter im öffentlichen (deutschen) Dienst die Klauseln vor dem Ausfüllen und Unterschreiben lese, würde ich gerne die Auflage befolgen, nach welcher ich vor Stellen des Antrags die Regelungen aus dem Erlass No. 608/2008 und den Vorgang No. 60/2007 aus den allgemeinen Vorschriften des Vatnajökull Nationalparks zu lesen habe. Eine Suche im Internet nach diesen Regeln blieb erfolglos. Also schrieb ich die gute Frau Hreinsdóttir von der Nationalparkverwaltung, Zuständigkeitsbereich Süd an. Diese antwortete mir auch und teilte mir mit, dass es diese Vorschriften leider nur in isländischer Sprache gibt. Freundlicherweise gab sie mir die entsprechenden Links. Ich teile diese hiermit mal mit euch:

Vorschrift No. 60/2007
Erlass No. 608/2008

Frau Hreinsdóttir meinte jedoch, ich könne den Antrag auch so stellen. Also... dann werde ich das wohl machen :)

Das Fliegen mit Drohnen ist wie erwähnt neuerdings in isländischen Nationalparks untersagt. Dies würde die Örtlichkeiten um verschiedene Wasserfälle, das Skaftafell oder die Gletscherlagune Jökulsárlón betreffen. Aber wo es Regeln gibt, gibt es auch Ausnahmen. Darüber hinaus ist das Fliegen in übrigen Teilen des Landes nicht untersagt bzw. reglementiert.

Vorwort
So... bald ist es so weit. Meine zweite Reise auf die größte Vulkaninsel der Erde steht an: Island, die Insel von Feuer und Eis. Kontrastreicher und gegensätzlicher wie es eigentlich kaum sein kann. Nachdem ich von 1. November bis 11. November 2015 in Begleitung von Timm Kasper meine ersten zweieinhalbtausend Kilometer über diese fantastische Insel zurückgelegt hatte, wage ich mich dieses Mal alleine in Richtung Polarkreis. Die erste Reise faszinierte mich dermaßen, so dass bereits während des Aufenthaltes in 2015 für mich feststand, mindestens ein weiteres Mal zurückzukehren. Die Bildergebnisse aus 2015 können unter diesem Link eingesehen werden.

Die Planung
IslandkarteSchon die erste Reise in 2015 befand sich zeitlich außerhalb der Hauptsaison. Wir hatten relativ viel Glück mit dem Wetter. Wir konnten einige Male das faszinierende Schauspiel der Aurora Borealis beobachten und fotografieren. Auch Sehenswürdigkeiten wie die zahlreichen Wasserfälle, Geysire, Vulkane, Gletscher und Landschaften litten nur unwesentlich unter den Launen des Wetters. Auch der kommende Urlaub liegt außerhalb der Hauptsaison. Dies hat den weiteren unschätzbaren Vorteil, dass sich zu dieser Zeit wesentlich weniger Touristen auf der Insel befinden als in den übrigen Monaten. Dies erkauft man sich mit unsicheren Wetterlagen, die durchaus ernste Kapriolen schlagen können. Zwar herrscht während meines kommenden Aufenthaltes noch der Winter, allerdings befinde ich mich meiner Tour auch nicht wesentlich außerhalb der Ringstraße, dem Hringvegur, welche einmal komplett um die Insel führt und zu größten Teilen asphaltiert ist.

Ja... wann werde ich denn nun reisen? Ende Februar gehts los und Anfang März sollte mich der deutsche Boden wieder haben. Im folgenden möchte ich euch meine geplante Reiseroute vorstellen. Ich werde euch auch regelmäßig auf dem Laufenden halten, betrachtet dies also als eine Art Reiseblog :)

Geplanter Reiseverlauf und Route
Hier mal meine angedachte Reiseroute. Ich weiß, es ist ziemlich vollgestopft. Aber ich habe für die interessanten Sehenswürdigkeiten genügend Zeit eingeplant. Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen. Im Februar und März kann es noch Schnee geben. Aber vor allem die Ringstraße ist in der Regel frei. Unter www.road.is kann man sich in Echtzeit Informationen über die Zustände der Straßen Islands einholen. Bei klarem Himmel bestehen zudem erhöhte Chancen auf Polarlichter.

Tag 1 - Die Landung erfolgt in Keflavík auf der Reykjanesbær Halbinsel.
- Entgegennahme meines Mietfahrzeugs, einem allradangetriebenen Ford Kuga.
- Weiterfahrt nach Reykjavík, Besichtigung der Stadt, dort die erste Übernachtung.
Tag 2 - Abfahrt aus Reykjavík in Richtung Glymur Canyon im Foraging-Hvalfjörður.
- Weiterfahrt über Borgarnes zur Búðakirkja, einer attraktiven kleinen Kirche.
- Weiterfahrt nach Arnarstapi mit seinen eindrucksvollen Felsformationen.
- Von Arnarstapi zum Kirkjufell in der Nähe von Grundarfjörður.
Tag 3
- Vom Kirkjufell auf die Vatnsnes-Halbinsel zum Hvitserkur-Felsen.
- Vom Hvitserkur-Felsen zu den Grabrók Kratern (freut sich die Drohne).
Tag 4 - Von den Grabrók Kratern zum Kerið Krater (die Drohne freut sich wieder).
- Vom Kerið Krater zum Bruarfoss, einem Hidden gem (der Graufilter freut sich).
- Vom Bruarfoss zum Strokkur Geysir und dem Gullfoss (Golden circle).
- Vom Gullfoss zum Hjalparfoss, dann südlich nach Flúðir und Selfoss.
Tag 5 - Von Selfoss entlang des Hringvegur zum Seljalandsfoss und Skogafoss.
- Dyrhólaey, Reynisfjara, Vík í Mýrdal, Fjaðrárgljúfur, Kirkjugólf und Stjornarfoss.
- Dverghamrar, Hofkirkja und Jökulsárlón.
Tag 6 - Von der Jökulsárlón Gletscherlagune über Bjarnanes zum Klifatindur/Vestrahorn.
Tag 7 - Von Bjarnanes über den Svinafellsjökull und Svartifoss.
- Erneuter Besuch bei Skogafoss und Seljalandsfoss.
- Erneute Übernachtung in Selfoss (KFC, ich komme!!!).
Tag 8 - Von Selfoss einen Tagesausflug in den Þingvellir Nationalpark mit allem, was dazu gehört.
Tag 9 - Vom Þingvellir Nationalpark in die Bláa Lónið, Blaue Lagune (Bade- und Gammeltag).
- Von der Bláa Lónið nach Reykjavík.
Tag 10 - Von Reykjavík an die Strandarkirkja, Miðlína und zurück nach Reykjavík zum Gammeln.
Tag 11 - Reykjavík, Keflavík und Heimflug.

 

Insgesamt werden es wohl wieder ungefähr 2.400 Kilometer werden. Da einem das Wetter immer einen Strich durch die Rechnung machen kann, vor allem im Februar/März, verzichtete ich auf eine komplette Rundfahrt. So werde ich an den meisten der fotografischen "Hot spots" zwei Mal vorbei kommen, was die Sichtbarkeit bei "erträglichem" Wetter verdoppelt. Wie bereits erwähnt, geht der Yuneec Quadrocopter dieses Mal mit auf Reisen. Auch die Spiegelreflexkameras werden stark vertreten sein und da es dieses Mal ein Direktflug nach Island sein wird, entfällt die Wartepause auf dem Rollfeld aufgrund Nebels in London mit verpasstem Anschlussflug :)

Ich freue mich sehr. Ich werde zusehen, an jedem der Reisetage etwas von mir zu geben, sofern mich weder der Strokkur, Gulfoss oder Atlantik gefressen haben :).
Ein etwas detaillierter Routenverlauf kann hier eingesehen werden. Ja, ich habe tatsächlich Abfahrts- und Ankunftszeiten schon vorausgeplant. Ich möchte wirklich so viel wie möglich von er Liste abhaken können :)

So... nach ein paar ersten Meetings mit meiner Tourbegleitung steht die Route quer durch Island entlang der Ringstraße (Hringvegur, oder einfach auch nur die "1" genannt). Die Unterkünfte via AirBNB sind gebucht, die Flüge mit Icelandair ebenso, das Mietauto von Thrifty ist ebenfalls reserviert. Dabei greife ich auf die Erfahrungen der beiden letzten Reisen zurück. Man kann mich da eventuell etwas langweilig nennen, wenn ich sage, dass die geplante Reiseroute zu 75 % mit der aus den beiden Reisen zuvor übereinstimmt, aber ich kehre eben gerne an geliebte Orte zurück. Aber Neues wird es auch geben, ich erweitere meinen Horizont diesbezüglich gerne langsam :).

Mit anderen Worten...: Landung in Keflavík, Aufenthalte in Reykjavík, Fahrt die Südküste entlang bis nach Egilstadír, teilweise über Binnenstraßen zurück auf die Reykjanes und Snaeffelsnes bis an die Westfjorde, um dann am Ende zwei Tage in der Hauptstadt zu verbringen. Man darf gespannt sein :)

Ich werde ihn nicht los: den Reisevirus. Im Februar und März 2017 war ich das letzte mal auf Island, aber schon beim Abflug zurück in die Heimat war mir klar, dass dies nicht das letzte Mal gewesen sein wird. Geplante, aber auch teilweise spontane Trips führten mich danach nach Frankreich, in die Schweiz, nach Luxemburg und beinahe auch nach England. Doch jetzt ist nach einigen Trips wieder Zeit für eine längere und geplante Reise.

Ursprünglich stand für das Jahr 2018 seit langem wieder ein Trip nach Namibia auf dem Plan, doch ich war mit der Planung leider zu spät dran, so dass die bevorzugten Behausungen bereits ausgebucht waren. So wird Namibia voraussichtlich auf das Jahr 2019 verschoben.

Es hat sich auch ergeben, dass ich Begleitung erhalten sollte. Zwei Bekannte von mir wagen mit mir einen Trip auf die größte Vulkaninsel der Erde. Anfang Oktober soll es losgehen. Alles weitere würde ich hier dann wieder wie im Jahre 2017 bekanntgeben. Hierfür habe ich also den Unterpunkt "Island 2018" eingerichtet. Es lohnt sich also, hin und wieder reinzuschauen :).