Der frühe Vogel fängt den Wurm. So zumindest der Gedanke, während der blauen Stunde ein schönes Foto der Hallgrímskirkja zu bekommen. Also sind wir noch vor 07:00 Uhr die Skólavörðustígur hinab gelaufen, um vom unteren Ende eine tolle Sicht auf die Kirche zu haben. Rund eine Stunde hat unser Fotoausflug gedauert, die Stadt hat sich zu diesem Zeitpunkt noch im Tiefschlaf befunden. Kaum ein Auto hat uns dabei gestört, als wir mit unseren Kameras und Stativen mitten auf den Straßen gestanden haben. Im Anschluss an die Fotosession haben wir im Hotel erst einmal ausgiebig gefrühstückt und uns dabei nochmal richtig aufgewärmt, denn es war ziemlich frisch.

Gegen Mittag haben wir einen weiteren Spaziergang durch die Stadt unternommen. Dabei haben wir einen Kaffee im Kattakaffihúsið zu uns genommen. Das Besondere an diesem Café ist die Anwesenheit von rund einem Dutzend Katzen, die auf den Tischen, den Bänken, der Theke oder Heizung geschlafen haben. Manche kuschelten sich an die Gäste heran. Dieses Café ist eine klare Empfehlung an jeden Reykjavík-Besucher.

Der letzte Tag in Reykjavík verging sehr schnell. Ein Aufstieg auf die Hallgrímskirche und ein Besuch der Perlán haben uns tolle Ansichten auf die Stadt verschafft. Leider machte das Wetter nicht mehr so mit und wir konnten nur Fotos mit trübem Himmel machen. Außerdem ging ein sehr starker Wind, doch immerhin ist es bis zuletzt trocken geblieben. Nachdem wir uns dann im Hotel noch etwas ausgeruht haben, sind wir zum Ausklang in die „Lebowski Bar“ und haben dort zu Abend gegessen.

 

 

Hier noch eine weitere Auswahl an Bildern des vorletzten Tages:

Die Hallgrímskirkja

Die Hallgrímskirkja In der Hallgrímskirkja
Im Kattakaffihúsið Reykjavík Inside Harpa
   
Harpa    

Dann war er da, der Tag der Abreise. Die Fahrt zum 40 Kilometer entfernten Flughafen war im wahrsten Sinne des Wortes sehr stürmisch. Starker Wind zerrte am Auto und ich musste stark gegenlenken. Wie sich das wohl im Flugzeug anfühlen würde…?

Nach Rückgabe des Mietwagens haben wir im Terminal gleich unser Gepäck aufgegeben und mit fast einer Stunde Verspätung haben wir abgehoben und Islands Boden verlassen. Wehmütig blickten wir aus dem Fenster des Flugzeugs. Der starke Wind hatte den Flieger beim Start ziemlich durchgeschaukelt, doch letztendlich blies er uns in Richtung Deutschland. Nach gerade mal zwei Stunden und fünfzig Minuten landeten wir wohlbehalten in Frankfurt. Unser „Fahrservice“ Vesna begrüßte uns gleich und die eineinhalbstündige Fahrt nach Bad Mergentheim verging auch wie im Fluge.

Was soll ich sagen…? Sehr schön war‘s und sehr schnell war‘s wieder vorbei. War‘s das letzte Mal Island? Nein, sicher nicht. Schließlich muss Nicole noch ein paar Mal auf die Insel und ich würde gerne vor allem den Osten und Norden Islands nochmals bei schönem Wetter erleben. Auch die Westfjorde und das Hochland rufen nach einem weiteren Besuch, so dass ich insgeheim schon wieder grobe Planungen an die nächste Reise habe… :).