zeus packen mSo... der Countdown läuft. Die machbaren Vorbereitungen sind soweit abgeschlossen, am Samstag stand das Packen auf dem Programm. Nach anfänglichen Schwierigkeiten -u. a. siehe Bild- konnte ich die Höchstgrenzen von Maß und Gewicht einhalten. Ich habe sogar noch etwas Platz, um ein paar Andenken mit zurückzubringen :).

So langsam, so gaaaaanz laaangsam kann man einen vorsichtigen Blick auf die isländische Wetterlage zum Zeitpunkt meines Aufenthalts machen. Klar, es ist schon in mitteleuropäischen Breiten schwierig und wenig verlässlich, eine treffende Prognose bezüglich des Wetters zu machen, insbesondere wenn es über eine Zeitspanne von länger als drei Tagen ist. Aber dennoch... ich gehe optimistischen Blickes voraus und schenke den Wettervorhersagen meiner Handyapp "WeatherPro" jeden Tag etwas mehr Glauben.

"Wenn dir das Wetter nicht gefällt, warte einfach fünf Minuten". So ein weit verbreiteter isländischer Spruch. Darauf wird es letztendlich hinauslaufen. Aber es ist schön fürs Gewissen, wenn zumindest die Großwetterlage sich als vergleichbar stabil ankündigt. Man darf also gespannt sein :).

roadis2017Auf Island gibt es 13.000 Straßenkilometer. Von diesen sind etwa 4.300 Kilometer asphaltiert, also ziemlich genau ein Drittel. Das klingt auf den ersten Blick recht wenig verlockend, allerdings ist die Ringstraße, welche mit 1.339 Kilometern einmal um die Insel herum führt, zum allergrößten Teil asphaltiert. Auch zahlreiche Nebenstraßen sind befestigt, nur die Hochlandstraßen, von welchen die meisten über die Wintermonate ohnehin gesperrt sind, sind Schotterpisten. Doch wie kann man erfahren, ob die Straßen befahrbar sind?

 

Nun könnte man meinen, dass das Fahren auf Islands Straßen im Winter eine gefährliche Sache ist. Nun... ich würde es nicht unterschätzen, vereiste Stellen kann es immer geben, auch komplett zugeschneite Straßen sind im Hochwinter keine Seltenheit, die Gefahr eines White-out kann hier dann besonders groß sein. Allerdings ist das komplette Straßennetz lückenlos überwacht und man kann sich zu jeder Zeit im Internet vor Antritt einer Fahrt schlau machen, in welchem Zustand die Straßen sind. Dies ist eine extrem wertvolle Wissensquelle. Die Webseite www.road.is verrät dies anhand eindeutiger Grafiken und Symbole und zwar in Echtzeit. Auch die aktuellen Temperaturen und weitere Angaben wie Windrichtung und Verkehrsdichte können dort erfahren werden. Gemäß dem Motto "ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte" können an vielen Straßenabschnitten Bilder von Webcams eingesehen werden.

So sind, wie in obigem Bild zu sehen ist, die problemlos befahrbahren Straßenabschnitte in grüner Farbe gekennzeichnet. Manche Teile im Nordwesten und Nordosten kennzeichnen mit oranger Farbe, dass mit vereinzelten Eisflächen zu rechnen ist. Auf den ersten Blick ist zu sehen, dass mit den roten Linien das zentrale Hochland derzeit komplett gesperrt ist. Eine entsprechende Legende und Farbcodierung ist auf der Webseite angegeben. Es lassen sich auch Detailkarten Islands aufrufen, unterteilt in neun Abschnitten (zentrales Hochland, Süden, Südwesten, Südosten etc...) sowie die Region um Reykjavík. Sehr nett sind auch die Symbole, die einem anzeigen, wo gerade der Schneeräumdienst unterwegs ist :).

Zudem habe ich mir die App "112 Iceland" auf das Smartphone heruntergeladen. Dort registiert man sich und kann gegebenenfalls geplante Routen hinterlegen. Im Notfall kann man sehr einfach Notrufe absetzen bzw. das Handy kann vom "ICESAR" (ICEland Search And Rescue) Rettungsteam geortet werden. Also... es wird alles getan, dass man auf Islands Straßen sicher unterwegs ist :). Leider nicht im Kartensystem gekennzeichnet sind auf der Fahrbahn sich ausruhende Schafe :).

Nützliche Links:
www.road.is - die Straßenüberwachung
www.vedur.is - das isländische Wetter
http://vegasja.vegagerdin.is/eng/ - ist die Straße asphaltiert oder geschottert?

permitGestern bekam ich den Bescheid. Ich darf fliegen im Vatnajökull Nationalpark. Die freundliche Frau Hreinsdóttir schickte mir eine eMail mit der Erlaubnis, an und über den markanten Sehenswürdigkeiten im Vatnajökull Nationalpark mit meinem Quadrocopter zu fliegen. Ich bin gespannt und freue mich. Hoffentlich wird das Wetter mitmachen. In den vergangenen Tagen fegten Stürme über die isländische Südküste mit Böen um 180 km/h. Da wäre an ein Aufsteigen des Quadrocopters nicht zu denken. Schon bei Windgeschwindigkeiten um 35 km/h habe ich ein mulmiges Gefühl und lasse das Gerät lieber am Boden. Es wurden Warnungen ausgesprochen, sich bei solchen Sturmböen generell unterwegs auf Island zu befinden. Dort gibt es zwar kaum Bäume, die entwurzelt werden könnten, aber dennoch ist es eine Gefahr für Leib und Leben, bei solch einer Naturgewalt im Freien zu sein.

A propos Naturgewalt... nach der Katla scheinen auch drei weitere Vulkane das Rumoren anzufangen. So wurden an der Hekla ebenso erhöhte seismische Aktivitäten gemessen wie am Grímsvötn und Bárðarbunga. Es bleibt also spannend...! Die Meldungen häufen sich langsam, hier habe ich einen Link für euch:

http://icelandmonitor.mbl.is/news/nature_and_travel/2017/02/07/four_of_iceland_s_main_volcanoes_all_preparing_for_/

Die Katla - einer der wenigen Vulkane mit weiblicher Bezeichnung. "Katla" ist eine Ableitung des isländischen Wortes für "Kessel" (isl. ketill) und ein in Island geläufiger weiblicher Vorname. Dabei liegt die Katla unter dem Mýrdalsjökull und gilt als einer der am besten von Geologen beobachteten Vulkanen. Daten und Fakten zur Katla können unter dem entsprechenden Wikipedia-Eintrag nachgelesen werden.

Nun scheint es unter der Katla erneut zu brodeln. Nachdem es im Herbst 2016 bereits zu einigen seismischen Aktivitäten gekommen war, werden derzeit erneut welche beobachtet. Was heißt das für mich und meine bevorstehende Reise? Ich sehe dem gelassen entgegen. Zum einen habe ich nicht vor, den Vulkan zu besteigen und zum anderen schätze ich (als geologischer Laie) die Wahrscheinlichkeit eines Ausbruchs zum Zeitpunkt meines Aufenthalts in der Gegend um Vík í Mýrdal als sehr gering ein. Im Jahre 2010, als der Eyjafjallajökull ausgebrochen ist, legte die Aschewolke für ein paar Tage den Flugverkehr über Mitteleuropa lahm. Menschen sind dabei keine zu Schaden oder Tode gekommen.

Interessantes Bild der NASA: Ausbruch des Eyjafjallajökull in 2010

Ich möchte ein kurzes Zwischenupdate nach erfolgtem Probepacken mitteilen. Naja... beim normalen Gepäck mache ich mir keine Gedanken. Für 10 Tage Islandaufenthalt benötige ich keine 14 Hosen oder elf Paar Schuhe. Daher beschränkte sich mein Probepacken auch lediglich auf das Handgepäck, also die Kameraausrüstung. Die Kofferwaage zeigte beim ersten Versuch noch 11,4 Kilogramm, beim Optimieren und Verlagern ins aufgegebene Gepäck sind es noch 10,4 Kilogramm. Mal sehen, ob es da irgendwelche Probleme gibt bei den zugelassenen 10,0 Kilogramm der Iceland Air. Ich habe mal vorsorglich eine Anfrage geschickt. Die Antwort allerdings steht noch aus :)

Nachtrag: soeben kam die Antwort von Iceland Air. Respekt für die doch sehr schnelle Bearbeitung von nicht einmal zwei Stunden. Also... im Grunde habe ich so eine Stellungnahme aber erwartet. Sinngemäß heißt es, dass das Handgepäckstück nicht mehr als 10 Kilogramm wiegen darf. Aber da es sich um eine Fotoausrüstung handelt, sollte diese doch "in einem Stück" und nicht im aufgegebenen Gepäck transportiert werden. Ich deute das vorsichtig mal als versteckte Zusage getreu dem Motto "es wird schon keiner wiegen". Und schließlich nehme ich ja keine Osmiumplatten mit ;)

Ach ja... laut Iceland Air müssen die Akkus (für den Copter) im Handgepäck so transportiert werden, dass "die Polen keinen Kontakt machen können". Ich weiß, was gemeint ist. Alles klar! Vielen Dank für die Bearbeitung, Fred! Schönen Feierabend dir!

islandcollageBald ist es wieder so weit... ich werde einen Vortrag halten bei der Astronomischen Vereinigung Weikersheim e. V. Diesem Verein gehöre ich schon seit dem Jahre 1997 an. Jedes Jahr halte ich dort einen Vortrag im Rahmen der monatlichen Vereinsversammlungen. Am Freitag, 17. März 2017 wird es sich um Island und die Reise ins Reich der Polarlichter drehen. Wie bereits in meinem Island-2017-Reiseblog angekündigt, werde ich nur wenige Tage zuvor aus Island zurückgekehrt sein und hoffentlich einiges an Bildmaterial, was hier noch nicht zu sehen ist, mit im Vortrag vorstellen können.

Ihr seid herzlich dazu eingeladen, den kostenlosen Vortrag mit anzusehen. Der Vortrag beginnt am Freitag, 17. März 2017 um 20:00 Uhr und findet im Vereinsheim der Astronomischen Vereinigung Weikersheim e. V. statt. Dieses befindet sich in der Schulstraße 11 in 97990 Weikersheim. Klicke hier für eine Wegbeschreibung.

Die Reise beginnt in der Hauptstadt Reykjavík. Von dort aus geht es die Ringstraße entlang in Richtung Südisland über Selfoss, Vík y Myrdal bis ans Vestrahorn bei Höfn. Der Weg zurück erfolgt über Umwege und Abstecher ins Landesinnere zu zahlreichen Wasserfällen und auch Geysiren. Auch ein Besuch der Snæffelsnes-Halbinsel ist mit dabei. So besuchte ich auch den am häufigsten fotografierten Berg in Island, den Kirkjufell mit seinen fotogenen Wasserfällen. "Gullfoss", "Seljalandsfoss", "Skógafoss", "Kirkjubæjarklaustur", "Þingvellir" oder "Séltun". Besuchen Sie den Vortrag und lassen diesen unaussprechlichen Örtlichkeiten Bilder geben. Ich würde mich sehr freuen.

Passierschein A 38 oder wie ich den Antrag zum Fliegen stellte
So... in der vergangenen Woche war ich islandtechnisch nicht ganz untätig. Ich möchte ja gerne meinen Quadrocopter mit auf die Insel nehmen, um dort auch schöne Aufnahmen aus der Luft zu generieren. Bei uns in Deutschland ist das ja ziemlich streng reglementiert. Auf Island gibt es zwar keine allgemeingültigen Regelungen, aber bis diese kommen, ist es nur noch eine Frage der Zeit. Aber schon jetzt besteht ein grundsätzliches Drohnenflugverbot in den Nationalparks Islands. Und da sich nun mal zahlreiche der schönsten Sehenswürdigkeiten in Nationalparks befinden, bemühte ich mich um eine Genehmigung.

Die isländische Sprache ist ja durchaus eine bemerkenswerte Sprache. Das Alphabet umfasst 32 Buchstaben, unsere vertrauten Buchstaben C, W, Q und Z exisiteren dort nicht, dafür gibt es zehn uns erst einmal unbekannte Zeichen oder Buchstaben. Ich habe vor einigen Jahren zwar mal Schwedisch gelernt, aber auch von dort kenne ich derartige Zeichen wie Þ, Ð oder Ý nicht. Zum Glück wird jede isländische Webseite auch auf englisch angeboten und auch beinahe jede/r Isländer/in ist der englischen Sprache mächtig. So habe ich mir das Antragsformular heruntergeladen, um im Vatnajökull Nationalpark mit der Drohne fliegen zu können. Da ich aber als gewissenhafter Angestellter im öffentlichen (deutschen) Dienst die Klauseln vor dem Ausfüllen und Unterschreiben lese, würde ich gerne die Auflage befolgen, nach welcher ich vor Stellen des Antrags die Regelungen aus dem Erlass No. 608/2008 und den Vorgang No. 60/2007 aus den allgemeinen Vorschriften des Vatnajökull Nationalparks zu lesen habe. Eine Suche im Internet nach diesen Regeln blieb erfolglos. Also schrieb ich die gute Frau Hreinsdóttir von der Nationalparkverwaltung, Zuständigkeitsbereich Süd an. Diese antwortete mir auch und teilte mir mit, dass es diese Vorschriften leider nur in isländischer Sprache gibt. Freundlicherweise gab sie mir die entsprechenden Links. Ich teile diese hiermit mal mit euch:

Vorschrift No. 60/2007
Erlass No. 608/2008

Frau Hreinsdóttir meinte jedoch, ich könne den Antrag auch so stellen. Also... dann werde ich das wohl machen :)

Das Fliegen mit Drohnen ist wie erwähnt neuerdings in isländischen Nationalparks untersagt. Dies würde die Örtlichkeiten um verschiedene Wasserfälle, das Skaftafell oder die Gletscherlagune Jökulsárlón betreffen. Aber wo es Regeln gibt, gibt es auch Ausnahmen. Darüber hinaus ist das Fliegen in übrigen Teilen des Landes nicht untersagt bzw. reglementiert.