apod2017 thumbSo... nach ein paar Tagen Webseitenabstinenz melde ich mich mal wieder, nachdem Prof. Robert Nemiroff für die NASA eines meiner Bilder zum "Astronomic picture of the day" (APOD) vom 11. April 2017 ausgewählt hat. Seit dem Jahre 1995 wird täglich ein Bild mit Bezug zu Astronomie und Raumfahrt online geschalten. Im Laufe der Jahre erfuhr diese Einrichtung sowohl in der "Astroszene" aber auch darüber hinaus immer mehr an Bekanntheit und Beliebtheit. Für viele Sternfreunde und Laien gehört der tägliche Klick aufs APOD zum festen Tagesablauf, werden dort doch hauptsächlich ästhetische und schöne Aufnahmen aus dem Weltall ebenso gezeigt wie faszinierende Bilder wie zum Beispiel Raumsonden im Landeanflug auf einen Kometenkern. So besuchen mehrere Millionen Personen täglich die Webseite des APOD. Auf Facebook hat die entsprechende Seite fast eine viertel Million Likes. Lange Rede, kurzer Sinn, hier ist erst mal der Link zur entsprechenden APOD-Seite: Astronomic picture of the day vom 11. April 2017.

Auch wenn dadurch mein Lebensunterhalt nicht nachhaltig gesichert wird (ein finanzieller Nutzen ergibt sich daraus nicht direkt), so ist es doch eine schöne Auszeichnung, ein APOD gelandet zu haben. Schön sind die netten Reaktionen aus aller Welt: eMails, Gästebucheinträge, Facebookanfragen und vieles mehr erfreuen mich, dass das ausgewählte Bild Gefallen findet. Auch Kritiker gibt es, keine Frage. Und das soll ja auch so sein. Mir gefällt auch nicht jedes APOD. Über Geschmack lässt sich daher nicht streiten. Aber es gibt immer die "Fake-Rufer!", die jedes gemachte Bild als Photoshop-Produkt anprangern. Wirft man dann allerdings mit plausiblen Erklärungen um sich, so verstummen die Schreie dieser Trolle recht schnell wieder :).

Daher würde ich den Werdegang des Bildes kurz reflektieren: ich wohne mitten in Bad Mergentheim und am Abend des Sonntag, 2. April 2017 hatte ich nichts Besonderes vor. Auch meine Kamera hatte an diesem Tag nicht sonderlich viel zu tun. Ich bekam zu Hause gegen 19:00 Uhr MESZ die letzten Sonnenstrahlen mit, als diese tiefstehend in mein Zimmer leuchteten. Der Himmel war an diesem Abend zum größten Teil wolkenverhangen, daher rechnete ich nicht wirklich damit, dass die Sonne nochmal rauskommen würde. Mein Blick aus dem Fenster verriet mir, dass die Sonne genau hinter einer markanten Baumreihe (ich glaube, es sind Birken) in gut einem Kilometer Entfernung untergehen würde. Da war für ein Foto viel Brennweite gefragt. Ich schraubte daher das EF 100 - 400 mm f/4.5 - f/5.6 L IS USM an die EOS 5D Mark IV und ging (barfuß) in den Garten über die nasse und kalte Wiese. Nach ein paar Metern Hin- und Herlaufen fand ich auf meiner Garageneinfahrt den besten Standort, um die untergehende Sonne hinter der Baumreihe einzufangen.

Normalerweise plane ich solche Aufnahmen im Vorfeld mithilfe der Webseite "The photographer's ephemiers". Hier kann man metergenau den erforderlichen Standort ermitteln, möchte man Sonne oder Mond hinter einem fotogenen Motiv auf- oder untergehen sehen. Ein Klick auf den Link zeigt die Situation, wie sie im vorliegenden Falle ausgesehen hatte: "The photographer's ephemeris" vom 02.04.2017 (ich hoffe, der Link funktioniert permanent).

Bei diesem Foto musste es allerdings sehr schnell gehen. Schon häufiger hatte ich diese Baumreihe als Motiv im Hinterkopf. Doch nur an wenigen Tagen im Jahr gehen Sonne oder Mond an dieser Stelle unter. Hinzu kommt, dass die 112 Meter Höhenunterschied auf die Entfernung von 1,2 Kilometern etwa 5 Grad Horizonthöhe ausmachen. Normalerweise leuchtet die Sonne in 5 Grad Horizonthöhe noch kräftig und sehr hell, so dass diese auf einem Foto als überbelichtete Scheibe ohne Oberflächendetails zu sehen ist, will man die Landschaft im Bild einigermaßen korrekt abgebildet haben. Doch an diesem Abend war es anders: durch die Wolkendecke und den Dunst am Horizont wurde das Licht der Sonne stark abgeschwächt. So konnte ich die Oberfläche der Sonne noch einigermaßen korrekt belichten, welche auch eine besonders schöne und große Sonnenfleckengruppe preisgibt.

Nach ein paar Testaufnahmen fand ich die optimalen Belichtungseinstellungen, die da lauteten: 1/8000 sec bei Blende 11 und 100 ISO. Eine kürzere Belichtungszeit lässt sich an der Kamera nicht einstellen, auch der ISO-Wert war bereits der niedrigste. Lediglich ein Schließen der Blende hätte für eine noch dunklere Sonnenscheibe sorgen können. Doch dies war nicht nötig, die Belichtungseinstellungen passten. Bereits nach ein paar Aufnahmen sah ich den Mann mit seinem Hund von links nach rechts laufen, er war also quasi auf dem Hinweg mit seinem Hund. Innerlich ärgerte ich mich ein klein wenig, er hätte sich ruhig noch zwei bis drei Minuten Zeit lassen können, damit die Sonne ein gutes Grad tiefer gestanden hätte. Dennoch machte ich eine Bilderserie von etwa zwanzig Aufnahmen. Da sah ich den Mann mit Hund bereits wieder von rechts heranlaufen, es war also nur ein kurzer Spaziergang. Dieses Mal kam er genau richtig: die Sonne schickte sich an, mit ihrem unteren Rand den Boden zu küssen. Auch die Fleckengruppe hat sich aus den Ästen des Baumes herausgearbeitet. Mann und Hund liefen zum richtigen Zeitpunkt unter der Sonnenscheibe hindurch. Ich hätte lediglich eine halbe Sekunde früher auf den Auslöser drücken sollen, damit der Hund nicht mit der Schnauze im Baumstamm kleben würde. Aber was solls... bereits auf dem Kameramonitor hatte ich gesehen, dass die Szene fotografisch ganz gut festgehalten werden konnte. Grinsend ging ich ins Haus zurück :).

An Bildbearbeitung hatte ich so gut wie nichts unternommen. Ich hellte lediglich etwas die dunklen Bildbereiche auf. Die Sonnenscheibe war perfekt belichtet. Ich musste das Bild lediglich sehr stark beschneiden, so dass vom anfänglich 6.700 Pixel breiten Bild nur noch etwa 2.300 Pixel übrig waren. Ich habe das Bild auf meine Facebook-Chronik geladen und bereits dort fand es großen Anklang. Ich entschloss mich daher, es bei den Herren Nemiroff und Bonell fürs APOD einzureichen und schon kurz darauf später meldete sich Robert Nemiroff und wollte ein paar zusätzliche Details wissen und teilte mit, dass er das Bild für die kommenden Tage als APOD schalten würde.

Am 11. April 2017 wurde es dann online geschalten. In den Tagen danach wurde das Bild auf Facebook mehr als 3.000 Mal geliked und 800 Mal geteilt. 6.000 Klicks auf meine Homepage innerhalb von zwei Tagen. Auch auf der offiziellen "discussion page" fand es Anklang. Viele wollten nähere Angaben zum gemachten Foto-Setup wissen, Belichtungsdaten, Werdegang etc. Daher entschied ich mich unter anderem, diesen Text hier zu schreiben, wenn auch nur auf Deutsch. Besonders schön sind u. a. solche Feedbacks:

"Now that is a real one off fantastic image." - Bob Bowers, Facebook
"maravillosa y mágica fotografía" - Maite Spica, Facebook
"tres joli cliche, photo magnifique." - Jean-Paul Langevin, Facebook
"Today’s APOD is a beauty! My complements to Jens Hackmann." - Mactavish, Asterisk forum
"Gorgeous shot! Kudos to the photographer for scraping the original plan for this one. And glad the man decided to take this path that day." - nix, Asterisk forum
"This picture should be captioned : A German Shepherd steals the show."  - Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Asterisk forum
"Als alter Mergentheimer habe ich nicht schlecht gestaunt, als ich heute das APOD angeschaut habe. Super Bild, toller Erfolg!" - Uli aus Reichelsheim

Ich danke für das nette Feedback, aber auch den Kritikern, die den Werdegang des Bildes kritisch hinterfragten. So... und nun mal sehen, wann ich mein zwölftes APOD schalten kann :).

Hallo zusammen... ich hab ein paar Tage lang nichts von mir hören lassen. Das lag daran, dass ich nach dem Vortrag in Weikersheim am 17.03.2017 ein wenig Zeit für mich selbst gebraucht hatte. Seit dem Antritt der Reise nach Island stand ich mehr oder weniger unter Dauerstrom. Den Verlauf des Trips habt ihr ja soweit mitbekommen. Und nach meiner Rückkehr musste ich gleich den Vortrag fertigstellen. Daher gönnte ich mir eine Auszeit und ließ es mir gutgehen, indem ich manchmal einfach überhaupt nichts gemacht und wenn etwas, dann nur Dinge getan habe, die mir gut taten.

Der Vortrag ist nun auch schon wieder Geschichte. Ich freute mich sehr über das rege Interesse. 80 Zuhörer fanden den Weg in unser Vereinsheim. Die übliche Anzahl bei den monatlichen Vorträgen der Astronomischen Vereinigung liegt zwischen 20 und 40 Zuhörern. Auch die im Anschluss an den Vortrag stattgefundene Fragerunde war sehr angeregt und vielseitig. Ich wurde unter anderem auch gefragt, ob ich den Vortrag andernorts noch einmal halten würde. Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich dazu allerdings noch nichts sagen :).

islandcollageAm Freitag ist es so weit... ich werde einen Vortrag halten bei der Astronomischen Vereinigung Weikersheim e. V. Diesem Verein gehöre ich schon seit dem Jahre 1997 an. Jedes Jahr halte ich dort einen Vortrag im Rahmen der monatlichen Vereinsversammlungen. Es wird sich um Island und die Reise ins Reich der Polarlichter drehen. Wie bereits hier angekündigt, werde ich einiges an Bildmaterial, was hier noch nicht zu sehen ist, mit im Vortrag vorstellen können.

Ihr seid herzlich dazu eingeladen, den kostenlosen Vortrag mit anzusehen. Der Vortrag beginnt am Freitag, 17. März 2017 um 20:00 Uhr und findet im Vereinsheim der Astronomischen Vereinigung Weikersheim e. V. statt. Dieses befindet sich in der Schulstraße 11 in 97990 Weikersheim. Klicke hier für eine Wegbeschreibung.

Die Reise beginnt in der Hauptstadt Reykjavík. Von dort aus geht es die Ringstraße entlang in Richtung Südisland über Selfoss, Vík í Mýrdal bis ans Vestrahorn bei Höfn. Der Weg zurück erfolgt über Umwege und Abstecher ins Landesinnere zu zahlreichen Wasserfällen und auch Geysiren. Auch ein Besuch der Snæffelsnes-Halbinsel ist mit dabei. So besuchte ich auch den am häufigsten fotografierten Berg in Island, den Kirkjufell mit seinen fotogenen Wasserfällen. "Gullfoss", "Seljalandsfoss", "Skógafoss", "Kirkjubæjarklaustur", "Þingvellir" oder "Seltún". Besuchen Sie den Vortrag und lassen diesen unaussprechlichen Örtlichkeiten Bilder geben. Ich würde mich sehr freuen.

Hallo zusammen. Nachdem ich nun seit exakt einer Woche wieder im Land bin und in dieser Woche schon allerhand los war, möchte ich am heutigen Samstag, wo ich etwas zur Ruhe komme, die erlebnisreichen Tage auf der Vulkaninsel nochmal Revue passieren lassen. Dass alles wie am Schnürchen geklappt hat (von den Wetterkapriolen und der toten Kupplung zu Beginn einmal abgesehen), dürftet ihr ja beim Lesen der Berichte mitbekommen haben. Doch ich möchte an dieser Stelle wie erwähnt eine Art kleine Statistik machen :).

3.168 Kilometer, 206 Liter Diesel
Während der zehn Tage auf Island bewegte ich mich genau 3.168 Kilometer weit. Die reine Strecke zwischen den Etappenzielen belief sich dabei auf 2.520 Kilometer. Die Differenz von immerhin knapp 650 Kilometern rührt von spontanen Ausflügen oder doppelt gefahrenen Strecken her wie zum Beispiel die zweite abendliche Fahrt an den Seljalandsfoss. Ich bereue dabei aber keinen Kilometer, im Gegenteil, die zusätzlich aufgebürdeten Distanzen waren die zufriedenstellendsten. Man braucht kein As in Mathe zu sein, um auszurechnen, dass der gute alte Mazda CX-5 dann einen Durchschnittsverbrauch von 6,5 Litern Diesel hatte. Mag dem einen zwar viel erscheinen, aber es waren immerhin 255er Schlappen drauf, die zudem auch noch Winterreifen mit Spikes/Stiften waren. Außerdem hatte das Ding einen cw-Wert wie eine Wohnzimmerschrankwand :).

53 Kilometer Wanderung und 7 Kilo Speck weg
In den zehn Tagen legte ich 53 Kilometer zu Fuß zurück, insbesondere im Thingvellir und im Fjadrargljufur Canyon waren es anstrengende Wanderungen von jeweils fast zehn Kilometern. Dies und die Tatsache, dass ich während des gesamten Aufenthalts nur Wasser zu mir genommen habe (ja, auch bissl feste Nahrung *g*) ließen die Kilos dann etwas schwinden. Diesen Trend möchte ich zuhause auch weiter fortsetzen :).

16 Vulkane
16 Vulkane habe ich bewusst gesehen. bei der hohen Anzahl an Bergen ist es schwierig zu unterscheiden, welcher ein "normaler" Berg und welcher ein Schlackenkegel ist. Bewusst identifiziert habe ich den Stapafell und Snaeffelsjökull auf der Snaeffelsnes Halbinsel, die prominente Hekla und die gefährliche, derzeit rumorende Katla (zumindest das, was man von der unter dem Mýrdalsjökull liegenden Katla erkennen kann), den Eldfell und Helgafell auf den Westmännerinseln aus der Ferne, den unaussprechlichen Eyjafjallajökull, die weniger bekannten Esjufjöll, Ljósufjöll/Grábrók und Helgrindur sowie den Hengill, Hrafnabjörg, Laugarfjall, Vífilsfell, Trölladyngja und Porbjörn. So... jetzt wisst ihrs :).

13 Wasserfälle, 5 Gletscher
Man könnte meinen, ich hatte mehr Wasserfälle auf 100 Kilometer als Liter Diesel. Simpel aufgezählt wären das der Gullfoss (der goldene Wasserfall), der Kirkjufellsfoss am Kirkjufell, Öxaráfoss im Thingvellir, die Hraunfossar und der Barnafoss aus dem Lavafeld mit dem Wasser des Flusses Hvitá, der schöne Hjalparfoss, der wasserreiche Urridafoss, der bekannte Seljalandsfoss und Skógafoss, der versteckte Kvernufoss, der schmale Foss á Sídu, der noch mehr versteckte Gljúfrabúi und einen Wasserfall, dessen Name ich erst bei einer Isländerin erfragen musste: den Bjarnafoss. Hinzu kommen ein paar Mal Pipifoss, wenn es unterwegs nicht zu einer Toilette gereicht hat ;). Die Namen all der Wasserfälle, Vulkane und Gletscher kann man sich ohnehin kaum merken, geschweige denn richtig aussprechen. Ach ja... da waren ja auch noch die Gletscher... welche habe ich den alle gesehen? Da wären der Mýrdalsjökull, Vatnajökull, Fjallsjökull, Svinafellsjökull und der Fláajökull. Zu beiden letztgenannten unternahm ich ja extra Fahrten ganz in deren Nähe.

1.383 Bilder, 167 Videoclips in 81,3 Gigabyte
Diese Anzahl an Bildern und Videos machte ich und da sind die schlechten oder doppelten Bilder schon gelöscht. Insgesamt beansprucht dies einen Platz von 81 Gigabyte. Ich tat also sehr gut daran, die tragbare Festplatte mitzunehmen, auch wenn mir die Speicherkarten der Kameras gereicht hätten. Ich wollte auf Nummer sicher gehen.

10 Tage vollste Zufriedenheit
Ich erwähnte es bereits: ich erachte den Trip als vollen Erfolg. Die zwei Mankos mit dem bissl Schnee und der Müllkupplung im Ford Kuga sehe ich nicht als schlachtentscheidend an. Wüsste ich, dass das Wetter wieder so toll mitmacht, würde ich jederzeit wieder einen Wintertrip nach Island buchen.

Ich habe mittlerweile nun sämtliches Bild- und Videomaterial gesichtet und weitgehend auch bearbeitet. Schließlich halte ich in nicht einmal einer Woche einen Vortrag über die beiden Islandreisen :). Der Vortrag ist soweit auch fertig. Ich freue mich, dass ich bereits so viele Zusagen habe. Und weils so schön ist, gibt es hier ein weiteres Bild aus der Luft, natürlich vom Seljalandsfoss am Morgen :)

seljalandsfoss luft

5D4 3909Da war er nun: der letzte Tag. Spüre ich Trauer? Spüre ich Enttäuschung, dass ich dieses faszinierende Land mit seinen tollen Facetten und Menschen bald wieder verlassen muss? Naja, nicht direkt. Ich bin dankbar, dass ich hier einige tolle Tage verbringen durfte, bin dankbar für die Erfahrungen und Eindrücke, die ich sammeln durfte. Schließlich hatte ich großes Glück mit dem Wetter. Wäre es grau und trist gewesen, so wären meine Eindrücke mit Sicherheit im wahrsten Sinne des Wortes getrübt gewesen. Aber dem war nun mal nicht so und ich trete frohen Herzens den Heimweg an.

Ein Blick auf meinen Tagesplan verriet mir, dass heute im Wesentlichen nur ein Punkt darauf steht: Reykjavík. Ich wollte jedoch noch ein paar Kilometer außerhalb unterwegs sein und hatte vor, erst am Nachmittag in die Stadt zu fahren. Doch vor allem tat ich erst mal Eines: Ausschlafen! Während all der Tage war ich bereits zu früher Stunde auf den Beinen, an diesem letzten Tag gammelte ich nochmal ordentlich rum und war um 13 Uhr immernoch in Jogginghose unterwegs. Gegen 14 Uhr brach ich auf und hatte mir die etwa 40 Kilometer entfernte "Midlina" als Ziel ausgesucht. Dort liegt die bekannte "bridge between the continents". Durch dieses Gebiet zieht sich die Riftzone und teilt Island in einen Bereich auf der nordamerikanischen und der eurasischen Kontinentalplatte. Steht man auf dieser Brücke, so ist dies quasi die Verbindung zwischen den beiden Kontinenten. Interessant ist vor allem, dass der etwa 8 Meter breite Graben, welcher die Riftzone selbst darstellt, jedes Jahr um etwa 2 Zentimeter breiter wird. Seit ich das letzte Mal dort war, verbreiterte sich die Spalte also um etwa 3 Zentimeter. Hier kann man sich die Vulkanologie Islands also wieder sehr gut vergegenwärtigen. Außer mir waren noch etwa 10 weitere Personen da. Das schöne Wetter begleitete mich auch an diesem letzten Tag.

5D4 3914Nach einer halben Stunde und einer Handvoll Fotos trat ich den Rückweg an. Unterwegs deckte ich mich noch mit ein paar Getränken im "Bonus" Supermarkt ein. Es gibt große preisliche Unterschiede. Die kleinen Flaschen Wasser, welche ich den ganzen Urlaub über getrunken habe, kosteten im Bonus 110 Kronen. Im "Hagkaup", einer weiteren Supermarktkette, kosteten diese 215 Kronen, also das Doppelte. An Tankstellen zahlte man hierfür gerne mal 350 bis 380 Kronen. Also nahm ich nochmal drei Flaschen mit. Vom Supermarkt in Hafnarfjördur aus fuhr ich direkt nach Reykjavík hinein und stellte das Auto an der Hallgrímskirkja ab. Leider waren die beiden Flügel der Kirche noch eingerüstet. Vor kurzem war die Kirche noch komplett mit einem Gerüst "verziert". Schöne Fotos konnte ich mir daher abschminken. Aber was solls... die Stadt hat ja noch mehr zu bieten. Doch irgendwie beschränkte ich mich doch lediglich auf die Sehenswürdigkeiten.

5D4 3922Als Tipp gab mir Agnes, die Gastgeberin des Gríma Guesthouse, eine Fahrt zur Seltjanarnes Halbinsel. Dort gibt es einen schönen Leuchtturm und bei Ebbe sei das ein schöner Anblick auf die untergehende Sonne. Ich begab mich dorthin und sie hatte Recht. Während die untergehende Sonne die Bucht von Reykjavík in ein warmes Licht hüllte und der Atlantik rund herum einem ein richtiges Gefühl von "jetzt bin ich am Meer" gibt, konnte ich an dieser Stelle nochmal richtig abschalten. Trotz weiterer Touristen, die den Weg hierher gefunden haben, konnte ich den Tag schön ausklingen lassen. Quackende Enten gaben der Szene dann einen leicht komischen Tatsch :)

5D4 3949Ich wartete den Sonnenuntergang ab und begab mich dann in Richtung Stadtzentrum. Ich stellte mein Auto am "Innanríkisráduneytid" ab. Dieses Wort wiederholen wir jetzt drei Mal schnell hintereinander :). Es handelt sich hierbei um das Innenministerium. Die Harpa, das Konzerthaus war nicht weit und wie bereits im ersten Blog erwähnt, hatte ich vor, diese noch einmal zu besuchen und zu fotografieren. Während meiner ausgiebigen Fotosession liefen mir dort auch zufällig Lizzy, Emilia, Shiobae (sorry for possibly spelling it wrong *g*), die drei Mädels aus Birmingham/London über den Weg. Kurzerhand zogen wir noch etwas gemeinsam durch Reykjavík und ließen den Abend gemütlich ausklingen. Zufällig las ich vorher noch von dem Vorhaben der Stadt Reykjavík, an diesem Abend zwischen 20:30 Uhr und 21:15 Uhr die Straßenbeleuchtungen der Stadt auszuschalten. Ich ließ es mir nicht nehmen, davon Bilder zu machen.

5D4 4004 Licht aus 5D4 4008 Licht an

In der Unterkunft angekommen, machte ich mich an das Packen meiner Sachen. Komischerweise hatte ich weit weniger Probleme als vor dem Hinflug, meine Sachen alle zu verstauen. Auch wenn ich mir vorgenommen hatte, etwas früher ins Bett zu gehen, ist es doch weit nach Mitternacht geworden. Ich stellte zwei Wecker auf 04:15 Uhr, damit ich ja keinen davon verpasse. So... ein letztes Mal göda nótt aus Island!

5D4 3977Dies wäre also der letzte Tag in Island gewesen. Ich würde euch hier jedoch noch weiter berichten, schließlich bin ich auch noch ein paar Luftbilder und Videos schuldig. Falls etwas Lohnenswertes dabei sein sollte, lasse ich es euch wissen :). Wer hier aus der süddeutschen Gegend ist, sei herzlich zu meinem Vortrag über Island am Freitag, 17. März 2017 um 20:00 Uhr in Weikersheim (Näheres folgt noch) eingeladen!

Danke fürs Lesen!

Nach acht Tagen der Erlebnisse und Touren, plante ich am neunten Tag einen Besuch in der Blauen Lagune in der Nähe von Grindavík zum Erholen ein. Die Blaue Lagune ist ein Geothermalbad inmitten von natürlichen, über 800 Jahre alten Lavafeldern. Da die Blaue Lagune in der unmittelbaren Nähe der Hauptstadt liegt und sich internationaler Berühmtheit erfreut, ist diese auch sehr gefragt. Mit entsprechend vielen Badegästen rechnete ich auch.

5D4 3898Zunächst legte ich die paar Kilometer vom Übernachtungsplatz in Richtung Grindavík zurück. Auf dem Weg dort hin lag noch Krysuvík und das Hochtemperaturgebiet von Seltún. Die dort austretenden vulkanischen Gase sind schon von weitem wahrzunehmen. Auf dem Areal blubbert und zischt es überall. Zahlreiche Schilder warnen vor Dampfexplosionen und hohen Temperaturen des Wassers. Die Erde ist durchzogen von bunten Flächen. So farbenfroh wie beim letzten Besuch im November 2015 war Seltún jedoch nicht. Das lag zum einen an der gerade erst aufgegangenen Sonne und an der geschlossenen Schneedecke. Nach etwa 20 Minuten habe ich meinen Rundgang beendet, gerade einmal drei Fotos sind es geworden. Dann brach ich auf und setzte meinen Weg weiter fort in Richtung Blaue Lagune. Zuvor tankte ich das Auto noch in Grindavík voll, zeigte die Reichweite im Display nur noch 100 Kilometer an.

Um kurz vor 11 Uhr war ich auf dem Parkplatz der Blauen Lagune angelangt. Der Besuch in der Blauen Lagune muss im Voraus geplant werden. So buchte ich meinen Aufenthalt bereits im Januar von zu Hause aus. Ein ausgedrucktes Ticket führte ich mit mir und musste es beim Eintritt vorzeigen. Entsprechend dem hohen Eintrittspreis von 77 Euro (!) konnte ich auch etwas Exklusivität erwarten. Diese Erwartung wurde aber nicht enttäuscht. So nahm sich mir ein Mitarbeiter an, welcher mir Handtuch, Badeschuhe und Bademantel sowie das mit Chip versehene Armband aushändigte. Er zeigte mir, wo man als nächstes hingehen musste. Auf diesem großen Areal hätte man sich schon verirren können.

GOPR0388Die Umkleiden waren sehr sauber. Das Schließfachsystem war sehr ausgeklügelt: hat man seine Sachen in einem geöffneten und freien Fach verstaut und schließt die Tür, so hat man etwa 10 Sekunden Zeit, seinen Chip an einen zentralen Sensor zu halten, um die Tür zu verriegeln. In einem Display wird dann die Schließfachnummer angezeigt, welche man sich merken sollte. Ein Kontrollgriff zeigte, dass die Tür auch tatsächlich verschlossen war. Mit Bademantel und Schlappen bewaffnet, einem Jediritter gleichend, ging es dann in Richtung Badeareal. Raus aus dem Warmen, rein in die Saukälte, minus 4 Grad hatte es an diesem Morgen. Das beschleunigte meinen Gang in Richtung Wasser erheblich. Rein ins 38 Grad warme Wasser und ich hätte gern beschlossen, das Wasser nie wieder zu verlassen. Es war sehr angenehm und entgegen meinen Erwartungen war gar nicht so viel los.

Ich durchforstete den riesigen Badepark, der sich aus mehreren "Becken" zusammensetzt. Insgesamt dürfte sich das Badeareal auf gut 200 Meter erstrecken. Ich hatte keine Probleme, ein ruhiges Eck für mich zu finden, aber nicht ohne vorher meinen Gratisdrink an der "In-water-Bar" abzuholen. Ich habe mich für einen Bananenskyr entschieden. Der regüläre Preis beträgt knapp 10 Euro. Nicht schlecht für 300 ml joghurtähnliches Getränk. Doch er war wirklich lecker. Je nachdem, an welcher Stelle ich mich befunden hatte, schwankte die Wassertemperatur zwischen 37 Grad und 42 Grad. Die heißesten Stellen waren dabei wirklich HEISS!

GOPR0352Auffallend war, dass geschätzt zwei von drei Badegästen irgendeine Form einer Kamera mit sich führten, sei es eine GoPro oder ähnliches oder das Smartphone in einer wasserdichten Hülle. Die Hüllen konnten ebenfalls in der Bar erworben werden für schlappe 20 Euro. Ich führte meine GoPro mit mir und machte damit einige Bilder. Unterwasseraufnahmen waren sinnlos, da die Sichtweite unter Wasser keine 10 Zentimeter betragen hatte. Dies rührte von den Kieselalgen her. Mit den Algen konnte man auch sein Gesicht einschmieren, was eine angeblich hautstraffende und regenerierende Wirkung haben sollte. Ja, ich habs gemacht. Ich fühle mich zwar keine 15 Jahre jünger, aber dennoch tat es irgendwie gut :).

GOPR0389 MomentHin und wieder kam ich auch ins Gespräch mit fremden Menschen, die man nach einigen Minuten des Plauderns quasi als Freund wieder verließ. Merkwürdig fand ich jedoch die Unterhaltung zweier dunkelhäutiger Damen, die sich angeregt über das Datingverhalten ihrer bisherigen Freunde unterhalten hatten. Ich kam nicht umhin, dem Gespräch zu lauschen, war ich mit den beiden doch allein. Als sie mich dann fragten, wie ich sie daten würde, trieb es mir dann etwas die Schamesröte ins ohnehin bereits von der Sonne gefärbte Gesicht. Nach einem Foto, welches eine der beiden von uns machen wollte, zog ich von dannen, ich entschloss mich dann doch lieber, mir noch einen von den Skyrs zu holen.

GOPR0373Nach insgesamt sechs Stunden Aufenthalt brach ich ziemlich erschöpft gegen 17 Uhr auf in Richtung Unterkunft in Reykjavík. Ich fand das Gríma Guesthouse auch auf Anhieb und man empfing mich sehr herzlich. Dort sollte ich zwei Nächte verbringen. Ich schaffte all mein Gepäck ins Zimmer, schließlich musste ich schon langsam ans Packen denken. Agnes, die Inhaberin, erklärte mir, wo ich in der Küche was finden könnte und wir unterhielten uns über meinen bisherigen Islandaufenthalt. Außer mir waren noch drei Damen aus Birmingham und London in der Unterkunft. Diese kamen just in dem Moment vom Einkaufen zurück. Auch mit diesen verstand ich mich auf Anhieb. Da sie ihren ersten Tag auf Island hatten, fragten sie mich aus, welche Anlaufpunkte sie denn auf jeden Fall anfahren sollten.

GOPR0377Da der Aufenthalt in der Blauen Lagune doch sehr anstrengend war, unternahm ich an diesem Abend nichts mehr. Meine Aktivitäten besschränkten sich auf das Schreiben des Blogs sowie dem Schauen einer Episode der Gilmore girls (Staffel 1, Episode 11 *g*). Recht bald fiel ich ziemlich geplättet ins Bett. Der kommende Tag würde nicht sehr viel an Programm mit sich bringen, in erster Linie stand Reykjavík auf dem Plan. Also... gute Nacht... góda nótt.

Mit dem achten Tag nähert sich das Ende meiner Islandreise mit großen Schritten. Doch solange diese noch nicht komplett vorüber ist, genieße ich jeden Augenblick in vollen Zügen. Auch an diesem... ähm... Mittwoch!! (man muss an freien Tagen immer wieder überlegen, welcher Wochentag ist) lachte die Sonne vom winterlichen Islandhimmel und bescherte mir so langsam aber sicher erste Färbungen im Gesicht. Aber Urlaub wäre schließlich nicht Urlaub, wenn es nicht genau so wäre, oder? :)

1DX 0847Laut meinem Plan hätte ich heute lediglich einen Ausflug ins Thingvellir vor mir gehabt. Grundsätzlich fuhr ich von Selfoss aus auch erst einmal in diese Richtung. Etwa 50 Kilometer trennen Selfoss von dieser faszinierenden Stätte am gleichnamigen See, dem Thingvallavatn. Dass die kürzeste Strecke über die Straße 36 führt, die nur spärlich geräumt war, verschlechterte meine Laune dabei aber nicht. Ich kam gut voran und man gewöhnt sich an das Fahren auf vereister Fahrbahn. Ich erzählte meinen Gastgebern immer, dass das Fahren im winterlichen Deutschland wesentlich schwieriger ist. Zum Einen dürfen in Deutschland keine Spikes auf den Reifen verwendet werden, die in Island gang und gäbe sind. Man hört dies schon am Abrollgeräusch. Ihr dürft euch jetzt keine 5 Zentimeter lange Stacheln vorstellen, die sich in den Asphalt bohren, es sind lediglich kleine Nupsies, die für ungleich mehr Halt sorgen.

Zum Anderen, und das ist meines Erachtens nicht weniger zu unterschätzen, freaken die Autofahrer in Deutschland aus, sobald nur eine Schneeflocke am Fallen ist. Dann herrschen Ausnahmezustände auf Deutschlands Straßen. Ich hoffe, ihr stimmt mir weitgehend zu. Meine Gastgeber lachten jedenfalls stets herzlich, wenn ich ihnen bildlich davon berichtete. "Wanna learn driving in winter? Come to Iceland!". Ich bilde mir ein, nach mittlerweile 2.500 Kilometern den Dreh einigermaßen raus zu haben. Dennoch ließ ich die Vorsicht nie außer Acht, auch wenn bei erlaubten 90 Stundenkilometern, der eine oder andere Autofahrer (muss dann ein Isländer sein) mit gefühlten 30 km/h Überschuss an mir vorbei zieht. Aber gehupt hat wenigstens bis jetzt keiner.

5D4 3722So... es ging also ins Thingvellir. Nun bereits zum zweiten Mal, nachdem mich meine Reise zum Geysir und Gullfoss bereits daran vorbei führte. Ich berichtete bereits an Tag 4 Grundsätzliches über das Thingvellir. Für genaueres könnt ihr gerne im dazugehörigen Wikipedia-Eintrag nachlesen. Es ist aber immer wieder ein besonderes Gefühl, in diese Landschaft einzufahren. Ich entschloss mich, dieses Mal den oberen Parkplatz anzufahren, auch wenn ich befürchtete, dass dort 272 Busse und 4.812 Autos stehen würden, welchen 1.2 Millionen Touristen entsteigen würden.

Dem war aber bei weitem nicht so, trotz der eigentlich besten Reisezeit von 14 Uhr. Ich stellte mein Auto ab und berappte ein zweites Mal 500 Kronen für das Parken. Auf den etwa 100 Metern zur Aussichtsplattform kamen mir nur eine Handvoll Personen entgegen. Dann folgte der Blick ins Tal... einfach herrlich. Die Sicht in die Weite, auf die Berge im Hintergrund, den markanten fünf Häuschen im Tal mit der Thingvallakirkja, der zerklüfteten, von Furchen und Rissen durchzogenen Landschaft... der Blick schweift nach rechts auf den riesigen See. Dort könnte man Stunden verbringen, ohne dass es langweilig werden würde.

Bereits von weitem konnte ich erkennen, dass drei Busse am Anrollen waren. Also beschloss ich, mich auf den Weg zu machen. Ich hatte vor, das Thingvellir etwas zu Fuß (!) zu erkunden. Also lief ich die Allmannagjá (die Allmännerschlucht) hindurch. Dort fanden vor über 1.000 Jahren die jährlichen Volksversammlungen statt. Der Marsch durch die Schlucht ist sehr beeindruckend, ragen die Felswände links und rechts teilweise doch gut zwanzig Meter in die Höhe. Wegweiser verrieten, wo die nächsten Sehenswürdigkeiten gelegen sind. Im Hinterkopf hatte ich, den Öxarárfoss und die Thingvallakirkja zu besichtigen. Insgesamt sollten dies etwa fünf Kilometer Fußmarsch bedeuten.

5D4 3739Der Weg zum Wasserfall erwies sich anfangs als recht einfach. Lediglich die letzten 200 Meter waren teilweise spiegelglatt und ich konnte einige unachtsame Touristen Bekanntschaft mit Gravitation und Erdboden machen sehen. Auch die Spuren im Schnee verrieten genau, wo es einen in die Waagrechte gelegt hatte. Ich grinste jedes Mal dabei, musste aber zusehen, nicht selbst zu diesem Publikum dazuzugehören. Man musste einfach tierisch darauf achten, wie man einen Fuß vor den nächsten setzen würde. Neben all den Spuren säumten links und rechts der Wege Schriftzüge den Schnee. Viele verewigten ihre Anwesenheit im Eis, zumindest solange, bis es abtauen würde :).

5D4 3733Ich konnte dann aber auch der Versuchung nicht widerstehen und präparierte eine kleine Fotosession im Schnee. Hierzu holte ich den mitgenommenen Danbo (das "Amazon-Kartonmännchen") heraus und probierte etwas herum. So etwas macht sich immer gut als Titelbild für ein Fotobuch. Zwei ältere Damen beobachteten mich dabei und anscheinend gefiel ihnen, was sie da sahen. Sie unterhielten sich auf jeden Fall herzlich mit mir. So... nachdem Danbo symbolisch im Schnee versenkt worden ist, setzte ich meinen Weg zum Öxarárfoss fort. Ich konnte ihn schon hinter der Schlucht hören, zu sehen war er jedoch noch lange nicht. 600 Meter sollten es laut Wegweiser noch sein.

Da war er dann... ich war zunächst allein und konnte sowohl Fotos machen, als auch den Anblick und die Anwesenheit genießen. Der Wasserfall ist nicht besonders hoch, aber man kann den fallenden Wassermassen recht nahe kommen. Schade, dass es dort keine Bank zum Setzen gibt, denn dann wäre die Entspannung noch besser gewesen. Ich stellte mir diesen Ort als Aufnahmekulisse für eine Fotosession vor, des nachts, während der Himmel grün und lila im Schein der Nordlichter funkelt. Ich zog dies auch durchaus in Erwägung, sollte ich die kommende Nacht ja ohne Unterkunft im Auto verbringen. Doch ein Blick auf die WetterApp ließ mich den Gedanken verwerfen, für die Nacht waren Wolken im Thingvellir angekündigt.

Meine Gedanken wurden durch das Anrücken einer Horde Touristen unterbrochen. Genau jene Sorte, die einen fremdschämen lässt. Ein Rudel von etwa sieben Personen jüngeren Alters, teilweise nur mit Jogginghose und T-Shirt bekleidet kam lauthals angeschlichen. Dass dabei die ausgewiesenen Pfade verlassen wurde, dürfte ja selbstredend sein. Man begab sich sogar auf die vereisten Felsen und Eisschlossen fast komplett unterhalb des Wasserfalls, nur um Pose für ein Foto zu stehen. Dass diese Schießbudenfiguren dann natürlich die komplette Szene und Andacht zerstörten, dürfte klar gewesen sein. Zum Glück hatte ich meine ruhigen Momente und konnte den Ort dann auch zufrieden verlassen :).

5D4 3760Der gleiche Weg, der mich zum Wasserfall führte, führte auch zur Kirche. Doch dieses Mal musste ich an den glatten Stellen besondere Vorsicht walten lassen, denn es ging bergab. So kam zur ohnehin quasi überhaupt nicht vorhandenen Haftreibungskraft auch noch Hangabtriebskraft hinzu... eine gefährliche Kombination. Doch alles ging gut. Sowohl Mensch als auch Technik blieben unversehrt. Auf dem Weg zur Kirche waren immer wieder solche gefährlichen Stellen vorhanden. Schließlich war ich auf den letzten Metern zur Kirche. Ein kleines, gemütliches Gebäude mit Friedhof. Nebendran fünf kleine Häuschen. Ich weiß nicht, was sich darin befindet. Aber Wohnen wäre darin sicher sehr nett. Andererseits würden mir die vielen Menschen auf den Geist gehen :).

Nach etwa vier Stunden Aufenthalt und 100 gemachten Bildern begab ich mich zurück zum Auto. Die Blase forderte noch ihr Recht ein und ich suchte eine Porzellanabteilung auf. 200 ISK sollte der Besuch kosten, zahlbar bequem mit Kreditkarten oder 2 x 100 ISK Stücken. Es war sogar offensichtlich eine Person dafür eingstellt worden, den Bezahlvorgang und Funktionstüchtigkeit der Geräte zu garantieren. Dafür waren die Toiletten aber auch in einem tadellosen Zustand, trotz der Masse an Touristen, die diese im Minutentakt aufsuchten.

5D4 3767So... goodbye Thingvellir. Schön wars, ergiebig wars. Eine kurze Verschnaufpause, Essen und Trinken im Auto. Ein Blick auf die Uhr verbunden mit dem Gedanken "was machste nu?" ließ mich weitere spontane Ideen sammeln. So kam ich zu dem Entschluss, aufgrund des guten Wetters noch einmal zum Seljalandsfoss zu fahren. Auch die etwa 120 Kilometer bis dorthin ließen mich nicht abschrecken. Ich wollte unbedingt ein Bild des Wasserfalls mit untergehender Sonne im Hintergrund haben. Zeitlich würde es genau hinhauen, also begab ich mich auf den Weg.

Die Fahrt war absolut unproblematisch, die Straßen waren frei. Am Seljalandsfoss angekommen, freute ich mich, dass dort gerade mal nur noch fünf Autos und ein Bus standen. Teilweise waren diese gerade im Begriff, den Wasserfall zu verlassen. Bis zum Sonnenuntergang hatte ich noch 30 Minuten, so dass ich meine Kameratasche packte und mit dem Stativ losgegegangen bin. Die etwa 200 Meter Wegstrecke bis hinter den Wasserfall entpuppten sich als weitaus gefährlicher als beim ersten Besuch. Durch die wesentlich kälteren Temperaturen gefror das aufgespritzte Wasser augenblicklich und verwandelte die ohnehin unwegsame Strecke in eine Rutschpartie. Teilweise beförderte ich mein Stativ mit den Füßen auf dem glatten Boden, damit ich mich mit beiden Händen festhalten konnte. Eine mit entgegenkommende Touristin meinte auf englisch, dass es nass sei, der Weg sich aber lohnen würde. Ach nee...

5D4 3798Hinter dem Wasserfall angekommen und ca. 150 Liter Wasser absorbierend, fand ich ein recht windstilles, trockenes Plätzchen, an welchem ich Stativ und Kamera aufbaute. Doch die mitgenommenen Tücher und Tüten kamen trotzdem zum Einsatz, um Kamera und Linsen weitgehend wasserfrei halten zu können. Eine asiatische Touristin kam mir entgegen und meinte nur "you're brave, sir". Ja... ich will ja auch was für meine Fotos tun. Außerdem stand sie ja selbst in der riesen Sauerei. Wenn das Wasser wenigstens warm gewesen wäre, hätte ich gerne auch Eintritt dafür bezahlt :).

Doch trotz der widrigen Umstände konnte ich mein fotografisches Bedürfnis erfüllen. Der Blick auf die untergehende Sonne hinter den Wassermassen war einfach umwerfend. Zurück am Auto stellte ich fest, dass ich mittlerweile allein am Seljalandsfoss war. Ich warf den Motor an, zog die triefend nasse Jacke aus und breitete sie zum Trocknen im Kofferraum aus. Auch die mit etwa 16 Litern Wasser vollgesogenen Schuhe zog ich aus und legte sie zum Trocknen in den Fußraum des Beifahrersitzes bei voll laufender Heizung, was sich als gute Idee erwies, denn während der 110 Kilometer langen Autofahrt zum nächsten Stop trockneten diese fast völlig.

5D4 3815Ich entschloss mich also, eine weitere Strecke zu fahren, damit ich am nächsten Morgen nicht mehr so lange unterwegs sein müsste. So begab ich mich schon grob zurück in Richtung Reykjavík. Bereits unterwegs zeigten sich am dunkel werdenden Himmel Nordlichter. Diese waren teilweise sehr hell. Ich fuhr eine Seitenstraße hinein und hielt kurz an. Ich konnte sehen, wie ein Auto nach dem anderen teilweise direkt auf der Ringstraße anhielt. Die Insassen stiegen aus und wollten ebenfalls das Spektakel der Nordlichter beobachten. Ich machte trotz nassen Füßen Aufnahmen, nach etwa 20 Minuten jedoch entschloss ich mich, meine Fahrt fortzusetzen.

Als Ziel wählte ich die Strandarkirkja, etwa 45 Kilometer südlich von Reykjavík. Dort stellte ich mein Auto ab und schlief erst einmal eine Runde. Dann färbte sich der Himmel plötzlich wieder grün: Nordlichter! Nach einigen Aufnahmen an der Kirche, die auch des nachts hell erleuchtet ist, fuhr ich einige Kilometer weiter, um unter dunklem Himmel zu stehen. Dort machte ich noch eine Handvoll weitere Bilder, legte mich aber kurz danach endgültig schlafen, denn es war ein recht anstrengender Tag. Knapp 300 Kilometer Autofahrt, 10 Kilometer Wanderung, da merkt man, dass man was erledigt hat :).

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1DX 0777Hallo zusammen... heute hatte ich mit über 400 Kilometern die längste Etappe vor mir. Konkret bedeutete dies den Start vom "Wendepunkt meiner Reise" in Höfn an der Südostküste Islands zurück in Richtung Reykjavík. Doch ganz verschlägt es mich noch nicht in die Haupstadt, schließlich habe ich noch drei Tage Aufenthalt in Island vor mir :). Diese lange Etappe führt mich ein zweites Mal an all den Sehenswürdigkeiten vorbei, die ich bereits auf meinem Weg entlang der Ringstraße passiert hatte. Ich plante dieses ursprünglich als Chancenaufwertung, falls auf dem ersten Hinweg das Wetter oder sonstige Einflüsse mir nicht wohlgesonnen sein sollten. Dies entpuppte sich jedoch zum Glück als irrelevant :).

1DX 0789Mit diesem Wissen wachte ich am Morgen auf. Mein ursprünglicher Plan hatte einen Start um 7 Uhr vorgesehen. Da ich die meisten Solls jedoch schon weitgehend zu meiner Zufriedenheit erfüllen konnte, drehte ich mich nochmal im Bett um. Entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten nahm ich auch Heidas freundliche Einladung zum Frühstück an. Die anderen anwesenden Gäste aus Japan waren gerade fertig geworden mit Frühstücken, so dass ich mit Heida, ihrer Enkelin und dem Hund Fonn allein war. Wir plauderten dabei etwas und sie war hellauf begeistert von den Fotos der Nordlichter, die ich in der Nacht machen konnte. Sie fragte, ob sie mir eines davon als Poster gegen Bezahlung zusenden könne. Ich bot ihr an, ein Bild per Mail zu schicken, das sie sich dann so groß ausdrucken kann, wie sie möchte. Sie konnte es nicht glauben und schenkte mir eine selbstgemachte Seife mit eingearbeiteter Vulkanasche. Hat sicher einen netten Peelingeffekt :).

1DX 0798Das Frühstück war sehr gut. In Island gibt es einige nette Brotaufstriche, so eine Art Käseaufstrich mit Schinkenstückchen darin. War auf jeden Fall sehr lecker. Nach dem Frühstück packte ich mein Zeug zusammen. Die Sonne lachte vom absolut wolkenlosen Himmel herab. Ich dachte da an das Sprichwort "wenn Engel reisen..." :). Um kurz vor Mittag, also fast fünf Stunden nach der planmäßigen Abfahrt, trat ich meine 400 Kilometer lange Reise an. Zuerst fuhr ich ein paar Kilometer weiter in Richtung Vestrahorn, einem sehr fotogenen Bergmassiv. Ich begnügte mich jedoch mit Bildern aus den eher ungewohnten Perspektiven. Für einen angeblich besten Blick muss man auf die Stokksnes Halbinsel fahren/laufen, welche sich im Privatbesitz befindet und der Besitzer neuerdings 600 Kronen verlangt. Das wäre zwar nicht viel gewesen, ich habe dieses Vorhaben trotzdem verworfen. Unterwegs legte ich dennoch unzählige Fotostops ein. Dementsprechend viele Bilder sind am Ende des Tages heraus gekommen :).

1DX 0805Auch an der Jökulsárlón Gletscherlagune hielt ich noch einmal kurz an. Wie erwartet tummelten sich auf dem Hauptparkplatz bereits Hunderte von Touristen. Auf "meinem" Nebenparkplatz, den ich wieder direkt angefahren bin und jedem Islandreisenden nur wärmstens empfehlen kann, waren es mit mir jedoch lediglich fünf Personen. Die klassische Ansicht von auf dem Wasser treibenden Eisbergen -die man von dieser Stelle ebenso gut hat wie vom danebenliegenden Parkplatz- hatte ich auch überhaupt nicht im Sinn. Ich wollte den Vatnajökull aus großer Nähe fotografieren. Details aus der Nähe von Gletschern faszinierten mich schon beim letzten Besuch mit Timm im Jahre 2015. Hinzu kam das fantastische Licht und der satt blaue Himmel. Insgesamt hatte man fast den Eindruck, auf einem fremden Planeten zu sein.

1DX 0819Aus diesem Grunde habe ich mir als weiteres Ziel den Svinafellsjökull ausgesucht. Der Name bedeutet ins Deutsche übersetzt "Schweineberggletscher". Knappe 60 Kilometer Fahrt liegen zwischen dem Jökulsárlón und dem Svinafellsjökull. Diese Strecke war keinen Meter lang langweilig. Die letzten paar Meter vor dem Gletscher führten über eine holprige, zum Teil von Eis und Schnee bedeckte Piste, die aber selbst mit nur wenig vorhandenen driving skills gut zu bewerkstelligen war. Man muss nur aufpassen, in der richtigen Frequnz über die Schlaglöcher zu fahren, andernfalls fliegt das lose Zeug im Auto rum :). Zu meiner Überraschung befanden sich weitere etwa fünf abgestellte Fahrzeuge dort. Ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass sich keiner dorthin verirren würde. Aber gut... der Gletscher ist ja groß genug :)

1DX 0817Ein paar Hundert Meter Fußmarsch führen in Richtung Gletscher, an welchen man je nach Bedarf quasi beliebig nahe kommen kann. Dies wurde wohl auch zwei jungen Deutschen im Jahre 2004 zum Verhängnis, die seit einem Besuch seit dieser Zeit vermisst werden. Überall warnen Gefahrenschilder vor rutschigen Stellen und möglichen Steinschlägen. Ein Fall in eine Gletscherspalte kann bei Unachtsamkeit gar nicht so unwahrscheinlich sein. Mir wurde etwas mulmig bei der Vorstellung, dass irgendwo in meiner Nähe in einer Spalte seit 13 Jahren die Überreste von zwei damals 25-Jährigen liegen würden... Dementsprechend ließ ich besondere Vorsicht walten.

Der erste Trip führte mich wirklich extrem nahe an die faszinierenden Strukturen des Gletschers heran. Besonders gut erkennbar waren die Einschlüsse von schwarzer Vulkanasche. So konnte man bestens erkennen, mit welchen Schichten der Gletscher über viele Jahrhunderte gewachsen sein musste. Besonders dicke und schwarze Schichten entsprechen Jahre mit Vulkanausbrüchen... Geologie, Glaziologie und Vulkanismus hautnah zum Erleben. Ein tolles Gefühl. So etwas ziehe ich jedem Gammelurlaub am Strand vor! Dann ging ich zurück zum Auto und legte dort die Kameraausrüstung ab. Dafür kam noch die Drohne zum Einsatz. Schließlich hatte ich eine Erlaubnis dafür und ausnahmsweise wehte mal fast kein Wind. Schon auf dem Bildschirm der Fernsteuerung konnte ich erkennen, dass die Eindrücke aus der Luft nochmal ganz andere sein würden. Ich habe das Bildmaterial noch nicht gesichtet und werde dies auch erst zu Hause tun. Ich bin darauf sehr gespannt. Hinzu kommt die Vorstellung, dass am selben Ort der Blockbuster "Interstellar" teilweise gedreht wurde und zwar die Szenen, die auf Dr. Mann's unwirtlichen Eisplaneten spielen (ach nee... *g*).

1DX 0824Dann ging es weiter die Ringstraße entlang. Blauer Himmel, strahlender Sonnenschein, kaum entgegenkommende Touristen. Je mehr ich mich jedoch in Richtung Vík i Mýrdal näherte, desto "dichter" wurde der Verkehr. Zunächst fuhr ich am Örtchen Kirkjubaejarklaustur vorbei. Einem Örtchen, für dessen Namen sogar die isländischen Namensschilder zu kurz sind. Nach weiteren 70 Kilometern erreichte ich schließlich Vík i Mýrdal zum zweiten Mal während meiner Reise. Dieses kleine Örtchen ist immer wieder schön,, egal zu welcher Tageszeit oder zu welchem Wetter. Natürlich ist es am schönsten, wenn die gegend in tolles Sonnenlicht eingehüllt ist.

1DX 0831Dort tankte ich jedoch nur kurz und schmälerte meinen Wurstbestand. Schließlich verdirbt so etwas ja auch irgendwann und ich wollte kein Risiko eingehen, mir auf Island mitten im Nirgendwo den Magen zu verderben :).

Ich machte bei dem kurzen Zwischenstop also lediglich ein Foto der hübschen Kirche, während der Zapfhahn den Tank des Mazda mit Diesel vollpumpte. Danach fuhr ich auch gleich weiter in Richtung Dýrholaey, der Halbinsel mit dem bekannten Felsbogen, dem Leuchtturm und dem Blick auf die schwarzen Strände. Hierfür muss man mit noch einmal etwa 20 Minuten Fahrt von Vík aus rechnen.

1DX 0833Die Halbinsel selbst ist dabei recht groß. Mehrere Schilder weisen darauf hin, dass dies ein Vogelpark ist. Insbesondere die Papageientaucher können in den Sommermonaten hier beobachtet werden. Den Winter über befinden sich diese jedoch auf dem offenen Meer, so dass vogeltechnisch hauptsächlich Möwen unterwegs waren. Aus der Ferne waren dabei wenige Touristen erkennbar, war die erstaunlich schneefreie Gegend um Vík um diese Uhrzeit (18 Uhr) durch die tiefstehende Sonne in ein fantastisches, warmes Licht gehüllt. Oben auf dem höchsten Punkt der Halbinsel sah dies dann aber wieder anders aus. Etwa 20 Fahrzeuge waren dort geparkt, ein Gedränge kam jedoch keines auf, ist der Platz da oben doch sehr weitläufig.

5D4 3645Der Blick auf den Felsbogen war schon sehr imposant. Dieser war durch die untergehende Sonne in ein wahnsinniges Licht getaucht. Auf dem Felsen tummelten sich Tausende von Möwen. Es herrschte eine dementsprechende Geräuschkulisse. Auch das Felsmassiv, auf welchem der Leuchtturm stand und der Blick nach unten in die Weite auf den schwarzen Strand... unbeschreiblich schöne Eindrücke, die kaum in Worte oder Bilder zu fassen sind. Man muss es einfach selbst erlebt haben. Ich freue mich auf jeden Fall über das wahnsinnige Glück, was das Wetter betrifft.

5D4 3655Nach einigen Bildern und vor allem Momenten des Genusses brach ich weiter auf in Richtung Unterkunft in Selfoss. Immerhin hatte ich noch etwa 120 Kilometer vor mir. Das Navi sagte etwas von eineinhalb Stunden Fahrt. Ich schrieb meiner Gastgeberin, dass ich um etwa 20 Uhr eintreffen würde. Diese Zeitangabe konnte ich auch recht gut einhalten und ich traf um etwa 20 Uhr in Selfoss ein. Selfoss ist ein kleines Städtchen mit etwa 6500 Einwohnern und damit für isländische Verhältnisse eine kleine Großstadt :). Von hier aus kommt man auch in einer Stunde nach Reykjavík. Es liegt also sehr günstig an der Ringstraße. Und es gibt hier einen KFC :).

5D4 3714Dort erwarteten mich Asthildúr und ihr Mann. Alt wurde ich an diesem Abend nicht, war ich von der langen Fahrt, der vielen Sonne und den gewonnenen Eindrücken doch recht erschöpft. Auch die angekündigten Nordlichter konnten mich nicht dazu bewegen, dem Bett fern zu bleiben. So... soviel zum siebten Tag meiner Reise. Der achte Tag würde mich panmäßig ins Thingvellir bringen, um dort eine weitere Nacht im Auto zu verbringen. Aber aufgrund meiner Flexibilität würde es doch etwas anders kommen :)