Tag 6 auf Island und immerhin wurden wir mit ein paar Flecken blauen Himmels geweckt. Wir brachen früh auf, so dass wir noch vor 07:00 Uhr am 15 Kilometer entfernten Seljalandsfoss Wasserfall eingetroffen sind. Die leichte Bewölkung verfärbte sich rosa im Licht der Morgendämmerung und zauberte eine mystische Stimmung über die Umgebung. Außer uns waren lediglich sechs Schafe am Wasserfall zugegen. Andere Menschen waren noch nicht anwesend. Wir haben uns eine Weile fotografisch ausgetobt. Aber schon kurz nach 07:00 Uhr sind die ersten PKW angefahren gekommen und es dauerte auch nicht lange, bis die Touristenbusse aus Reykjavík angefahren gekommen sind.

Als es uns zu voll geworden ist, sind wir in Richtung Merkjárfoss gefahren. Dieser ist nicht weit vom Seljalandsfoss entfernt. Etwa vier Kilometer westlich des Abzweigs zum Seljalandsfoss muss man in die „250“ einbiegen und nach etwa 12 Kilometern Schotterpiste gelangt man an diesen schönen Wasserfall. Doch auch der Weg dort hin ist gesäumt von zahlreichen Fotomotiven. Vom Parkplatz sind es lediglich noch 50 Meter zu Fuß. Er besteht aus zwei Fallstufen, die untere davon kann auch wieder „hintergangen“ werden. Fast lädt die Szenerie zu einem Picknick hinter dem Wasserfall ein, doch es wird mit der Zeit dann doch etwas feucht und Nicole ist der Meinung, dass es da sehr eng sei :).

Ganz so schön war das Wetter nun nicht mehr, es hatte sich mittlerweile wieder etwas zugezogen, doch immerhin ist es trocken geblieben. Für den Rückweg haben wir eine andere Route genommen als für den Weg zum Merkjárfoss. Die „261“ führte uns wieder durch Hvolsvöllur, ehe wir dann von dort aus wieder auf die Ringstraße gelangt sind. Zahlreiche Schafe und Pferde sind neben und auf der Straße zu sehen, Fotomotive tun sich hier quasi alle paar Meter auf.

Wir gönnten uns eine Pause in der Unterkunft. Gastgeberin Annika hat uns empfohlen, in einen Canyon unweit des Hauses zu wandern. So starteten wir um 13:30 Uhr unsere Wanderung. Von Annikas genanntem Punkt aus soll man eine tolle Aussicht auf die Umgebung haben. Wir sollten jedoch auf die herabgetriebenen Schafe Acht geben: zum sogenannten „Réttir“ werden die Schafe aus dem Hochland zurückgeholt. Hierzu werden diese von Hütehunden „überredet“, ins Tal in ihre Stallungen zu kehren.

Die Wanderung war toll, sogar die Wolken hatten sich verzogen. Die Landschaft war in ein warmes Sonnenlicht gehüllt, so dass es wieder genügend Fotomotive gegeben hat. So kennt und liebt man Island!

 

Hier noch eine weitere Auswahl an Bildern des sechsten Tages:

Der Seljalandsfoss

Der Seljalandsfoss

Der Seljalandsfoss
Bei Ásólfsskáli Bei Ásólfsskáli Bei Ásólfsskáli
Aus der Luft Aus der Luft Aus der Luft