Vorwort:
2019 08 02 (1)Island. Zum vierten Mal. Langweilig? Keineswegs! Die Frage nach der Langeweile bekomme ich häufig gestellt. Aber so wie Skifreunde jedes Jahr aufs Neue nach Tirol fahren oder Sonnenanbeter jeden Sommer unter der Südseesonne verbringen, so hat mich die größte Vulkaninsel der Erde in ihren Bann gezogen. Als Hobbyfotograf hat man es schwer, auf Island keine guten Motive zu finden. Zudem gibt es jedes Mal etwas Neues zu entdecken, kein Besuch ist wie der andere. Die sogenannte Ringstraße umrundet während 1.341 Kilometer die gesamte Insel. Doch will man Islands Schönheit hautnah erleben, muss man die seit August 2019 durchgängig asphaltierte Nationalstraße 1 häufig verlassen und sich ins Landesinnere bewegen. Nicht selten sind diese Straßen dann Schotterpisten, die einen im Mietfahrzeug dann gehörig durchschütteln. Auf den folgenden Seiten möchte ich euch mein viertes Islandabenteuer etwas näherbringen. Zunächst die Hardfacts:

17 Tage, 4.451 Kilometer Autofahrt, 124 Kilometer Wanderungen und auch die neue Drohne war mit 90 Flugkilometern dabei. Dass dabei keine Langeweile aufgekommen ist, kann ich euch garantieren. Neben den an der Ringstraße gelegenen Städte und Sehenswürdigkeiten, hatten meine Planungen auch einige Abstecher ins Hochland vorgesehen. Viele Wasserfälle und andere Hotspots befinden sich abseits der touristisch erschlossenen Wege. Nach Timms und meinem ersten Besuch im Jahre 2015 war mir klar, dass ich die Insel nochmals heimsuchen werde. Außer während meines Solo-Aufenthalts im Februar 2017 hatte ich Island stets in Begleitung Anderer besucht. So hatten mich im Herbst 2018 Karin und Katrin von meinem Fotostammtisch begleitet. Während des letztjährigen Urlaubs entwickelte sich ein Whats-App-Schriftverkehr zum Thema Fotomotive auf Island, der mittlerweile dazu geführt hat, dass ich mit der entsprechenden Person liiert bin: meine Freundin Nicole. So dauerte es nicht lange, bis ich auch sie zu infizieren versuchte und bereits im Januar 2019 planten und buchten wir die Reise.

Nachfolgend möchte ich euch den Ablauf der Reise vorstellen, untermalt mit zahlreichen Bildern und Beschreibungen. Die Vorfreude auf die Reise ist bald der Aufregung gewichen. Die Tatsache, dass es bald losgehen würde machte uns klar, dass die Zeit schneller vergeht, als einem lieb ist.

2019 09 16 (1)Da war er also, der Tag der Abreise am 16. September. Frankfurt Airport ist eigentlich der Flughafen meiner Wahl, insbesondere, wenn es ohnehin in Richtung Norden geht. Arbeitskollegin und gute Bekannte Vesna Weiß hatte sich freundlicherweise bereit erklärt, uns zum Flughafen zu fahren und nach unserer Rückkehr auch wieder abzuholen. Hierfür sei ihr an dieser Stelle nochmals dafür gedankt. Der Flug startete pünktlich und ist ohne Zwischenfälle verlaufen. Nicole hatte einen Fensterplatz und während des Flugs gab es immer wieder mal etwas zu sehen. Vor allem beim Anflug auf Island konnte man schon aus der Luft Einzelheiten und Orte erkennen, die wir im Laufe des Aufenthalts besuchen werden. So konnte man beispielsweise die Gletscherlagune Jökulsárlón am Fuße des Vatnajökull deutlich erkennen, wie auf diesem Bild zu sehen ist.

Die Landung in Keflavík erfolgte planmäßig. Nach dem Checkout haben wir unser Mietfahrzeug entgegengenommen. Ein Ford Kuga mit Allradantrieb sollte uns die nächsten drei Wochen um die Insel bringen. Eine kurze Inspektion und ich konnte mich schnell mit dem Fahrzeug vertraut machen. Der Weg vom Flughafen war nicht lang, ein 5-km-Abstecher in ein Restaurant und die anschließenden 700 Meter zur Unterkunft ließen den Tag der Ankunft ausklingen. Die Unterkunft direkt in Keflavík war ideal, um nach dem Flug nicht noch ewig mit dem Auto fahren zu müssen. So konnten wir uns auf den bevorstehenden Urlaub einstimmen.