Hallo zusammen. Nachdem ich nun seit exakt einer Woche wieder im Land bin und in dieser Woche schon allerhand los war, möchte ich am heutigen Samstag, wo ich etwas zur Ruhe komme, die erlebnisreichen Tage auf der Vulkaninsel nochmal Revue passieren lassen. Dass alles wie am Schnürchen geklappt hat (von den Wetterkapriolen und der toten Kupplung zu Beginn einmal abgesehen), dürftet ihr ja beim Lesen der Berichte mitbekommen haben. Doch ich möchte an dieser Stelle wie erwähnt eine Art kleine Statistik machen :).

3.168 Kilometer, 206 Liter Diesel
Während der zehn Tage auf Island bewegte ich mich genau 3.168 Kilometer weit. Die reine Strecke zwischen den Etappenzielen belief sich dabei auf 2.520 Kilometer. Die Differenz von immerhin knapp 650 Kilometern rührt von spontanen Ausflügen oder doppelt gefahrenen Strecken her wie zum Beispiel die zweite abendliche Fahrt an den Seljalandsfoss. Ich bereue dabei aber keinen Kilometer, im Gegenteil, die zusätzlich aufgebürdeten Distanzen waren die zufriedenstellendsten. Man braucht kein As in Mathe zu sein, um auszurechnen, dass der gute alte Mazda CX-5 dann einen Durchschnittsverbrauch von 6,5 Litern Diesel hatte. Mag dem einen zwar viel erscheinen, aber es waren immerhin 255er Schlappen drauf, die zudem auch noch Winterreifen mit Spikes/Stiften waren. Außerdem hatte das Ding einen cw-Wert wie eine Wohnzimmerschrankwand :).

53 Kilometer Wanderung und 7 Kilo Speck weg
In den zehn Tagen legte ich 53 Kilometer zu Fuß zurück, insbesondere im Thingvellir und im Fjadrargljufur Canyon waren es anstrengende Wanderungen von jeweils fast zehn Kilometern. Dies und die Tatsache, dass ich während des gesamten Aufenthalts nur Wasser zu mir genommen habe (ja, auch bissl feste Nahrung *g*) ließen die Kilos dann etwas schwinden. Diesen Trend möchte ich zuhause auch weiter fortsetzen :).

16 Vulkane
16 Vulkane habe ich bewusst gesehen. bei der hohen Anzahl an Bergen ist es schwierig zu unterscheiden, welcher ein "normaler" Berg und welcher ein Schlackenkegel ist. Bewusst identifiziert habe ich den Stapafell und Snaeffelsjökull auf der Snaeffelsnes Halbinsel, die prominente Hekla und die gefährliche, derzeit rumorende Katla (zumindest das, was man von der unter dem Mýrdalsjökull liegenden Katla erkennen kann), den Eldfell und Helgafell auf den Westmännerinseln aus der Ferne, den unaussprechlichen Eyjafjallajökull, die weniger bekannten Esjufjöll, Ljósufjöll/Grábrók und Helgrindur sowie den Hengill, Hrafnabjörg, Laugarfjall, Vífilsfell, Trölladyngja und Porbjörn. So... jetzt wisst ihrs :).

13 Wasserfälle, 5 Gletscher
Man könnte meinen, ich hatte mehr Wasserfälle auf 100 Kilometer als Liter Diesel. Simpel aufgezählt wären das der Gullfoss (der goldene Wasserfall), der Kirkjufellsfoss am Kirkjufell, Öxaráfoss im Thingvellir, die Hraunfossar und der Barnafoss aus dem Lavafeld mit dem Wasser des Flusses Hvitá, der schöne Hjalparfoss, der wasserreiche Urridafoss, der bekannte Seljalandsfoss und Skógafoss, der versteckte Kvernufoss, der schmale Foss á Sídu, der noch mehr versteckte Gljúfrabúi und einen Wasserfall, dessen Name ich erst bei einer Isländerin erfragen musste: den Bjarnafoss. Hinzu kommen ein paar Mal Pipifoss, wenn es unterwegs nicht zu einer Toilette gereicht hat ;). Die Namen all der Wasserfälle, Vulkane und Gletscher kann man sich ohnehin kaum merken, geschweige denn richtig aussprechen. Ach ja... da waren ja auch noch die Gletscher... welche habe ich den alle gesehen? Da wären der Mýrdalsjökull, Vatnajökull, Fjallsjökull, Svinafellsjökull und der Fláajökull. Zu beiden letztgenannten unternahm ich ja extra Fahrten ganz in deren Nähe.

1.383 Bilder, 167 Videoclips in 81,3 Gigabyte
Diese Anzahl an Bildern und Videos machte ich und da sind die schlechten oder doppelten Bilder schon gelöscht. Insgesamt beansprucht dies einen Platz von 81 Gigabyte. Ich tat also sehr gut daran, die tragbare Festplatte mitzunehmen, auch wenn mir die Speicherkarten der Kameras gereicht hätten. Ich wollte auf Nummer sicher gehen.

10 Tage vollste Zufriedenheit
Ich erwähnte es bereits: ich erachte den Trip als vollen Erfolg. Die zwei Mankos mit dem bissl Schnee und der Müllkupplung im Ford Kuga sehe ich nicht als schlachtentscheidend an. Wüsste ich, dass das Wetter wieder so toll mitmacht, würde ich jederzeit wieder einen Wintertrip nach Island buchen.

Ich habe mittlerweile nun sämtliches Bild- und Videomaterial gesichtet und weitgehend auch bearbeitet. Schließlich halte ich in nicht einmal einer Woche einen Vortrag über die beiden Islandreisen :). Der Vortrag ist soweit auch fertig. Ich freue mich, dass ich bereits so viele Zusagen habe. Und weils so schön ist, gibt es hier ein weiteres Bild aus der Luft, natürlich vom Seljalandsfoss am Morgen :)

seljalandsfoss luft